Kleine Tiere – Große Herzen
Eine artgerechte Ernährung ist die Grundlage für ein gesundes und langes Tierleben. Jedes Tier hat unterschiedliche Bedürfnisse, die bei der Fütterung berücksichtigt werden sollten.

🥕 Meerschweinchen – Die richtige Fütterung
Eine ausgewogene und artgerechte Ernährung ist entscheidend für die Gesundheit und das Wohlbefinden deiner Meerschweinchen. Da Meerschweinchen ihren eigenen Vitamin-C-Bedarf nicht selbst decken können, ist eine bewusste Fütterung besonders wichtig.
🌿 1. Heu – Das Grundnahrungsmittel
Heu ist das wichtigste Futter überhaupt!
Es sorgt für eine gesunde Verdauung und hilft, die ständig nachwachsenden Zähne abzunutzen.
👉 Frisches Heu sollte rund um die Uhr zur Verfügung stehen – immer trocken und sauber.
Tipp: Hochwertiges Wiesenheu mit Kräutern ist besonders aromatisch und beliebt.
🥦 2. Frischfutter – Gemüse & Kräuter
Täglich frisches Gemüse ist Pflicht!
Bunte Vielfalt sorgt für Abwechslung und wichtige Vitamine.
Geeignet sind z. B.:
- Gurke
- Paprika (besonders reich an Vitamin C)
- Karotte
- Fenchel
- Sellerie
- Brokkoli
- Rucola
- Löwenzahn, Petersilie, Gras (in kleinen Mengen)
Nicht geeignet: Kartoffeln, Zwiebeln, Lauch, Avocado, Kohlarten in großen Mengen (können Blähungen verursachen).
🍎 3. Obst – Nur in kleinen Mengen
Obst enthält viel Fruchtzucker und sollte daher nur als Leckerbissen angeboten werden.
1–2 Mal pro Woche ist ausreichend.
Geeignet sind z. B.:
- Apfel (ohne Kerne)
- Erdbeeren
- Melone
- Orange (Vitamin C!)
🐹 4. Trockenfutter – Nur als Ergänzung
Pellets oder Trockenmischungen sind kein Muss!
Wenn überhaupt, dann ohne Zucker, Getreide oder bunte Zusätze.
Am besten setzt du auf reines Kräuterfutter oder Vitamin-C-Pellets in kleinen Mengen.
💧 5. Wasser – Immer frisch
Frisches, sauberes Wasser muss ständig verfügbar sein.
Am besten in einer Trinkflasche oder einem stabilen Napf.
🍋 6. Extra-Tipp: Vitamin C nicht vergessen!
Da Meerschweinchen Vitamin C nicht selbst bilden können, sollte dieses täglich über das Futter aufgenommen werden – etwa durch frische Paprika, Petersilie oder spezielle Vitamin-C-Pellets.
💚 Fazit
- Heu ist das Hauptfutter
- Täglich frisches Gemüse & Kräuter
- Obst nur gelegentlich
- Immer frisches Wasser
- Vitamin C täglich zuführen
So bleiben deine Meerschweinchen gesund, aktiv und glücklich! 🐾

Fütterung von Wellensittichen
1. Grundnahrungsmittel: Körnerfutter
Wellensittiche benötigen eine abwechslungsreiche Körnermischung, die aus mehreren Komponenten besteht:
- Hauptbestandteile: Hirse, Hafer, Kanariensaat
- Zusatz: Leinsamen, Sonnenblumenkerne (in Maßen, da fettreich)
Tipps:
- Täglich frisch geben, Reste am nächsten Tag entfernen.
- Körner allein sind nicht ausreichend – immer ergänzen.
2. Frisches Gemüse und Obst
Wellensittiche profitieren von täglich frischem Grün und Obst:
- Gemüse: Karotten, Brokkoli, Spinat, Paprika, Gurke
- Obst: Apfel (ohne Kerne), Birne, Beeren, Melone
- Menge: Ca. 1–2 EL Gemüse/Obst pro Vogel pro Tag
Achtung: Kein Avocado, keine Zwiebeln, Knoblauch oder unreife Tomaten – diese sind giftig.
3. Eiweißreiche Ergänzungen
Besonders in der Mauser oder Brutzeit benötigen Wellensittiche mehr Eiweiß:
- Gekochtes Ei (kleine Menge)
- Mehlwürmer oder andere Insekten als Leckerli
4. Mineralstoffe & Calcium
Für starke Knochen und gesunde Eierproduktion:
- Kalkstein oder Sepiaschale im Käfig anbieten
- Mineralstein als zusätzliche Ergänzung
5. Wasser
- Immer frisches Wasser bereitstellen
- Täglich wechseln
- Wasserbehälter sauber halten
6. Fütterungsregeln
- Futter täglich wechseln
- Keine verschimmelten Körner oder fauliges Obst geben
- Mengen an den Vogel anpassen: Ein ausgewachsener Wellensittich frisst ca. 10–15 g Körner + 10–15 g frisches Gemüse/Obst pro Tag
7. Leckerlis
- Nur kleine Mengen
- Geeignet: Hirsekolben, Apfelstücke, Kräuter
8. Beobachtung
- Achte auf den Kot: gesund ist fest, gut geformt, mit weißer Kappe
- Verhalten: aktive, neugierige Vögel zeigen, dass sie richtig ernährt werden

Fütterung von Aquarienfischen
1. Allgemeine Fütterungsprinzipien
- Menge: Füttere nur so viel, wie die Fische innerhalb von 2–3 Minuten fressen. Reste sollten entfernt werden, um Wasserbelastung zu vermeiden.
- Häufigkeit: Die meisten Fische werden 1–2 Mal am Tag gefüttert. Jungfische können 3–4 Mal täglich kleinere Portionen bekommen.
- Variation: Unterschiedliche Futtersorten fördern Gesundheit und Farbenpracht. Kombination aus Trocken-, Frost- und Lebendfutter ist ideal.
- Beobachtung: Achte auf Fressverhalten und Gesundheit. Appetitlosigkeit kann auf Krankheit oder falsche Wassertemperatur hindeuten.
2. Futterarten
a) Trockenfutter
- Flockenfutter: Für die meisten Oberflächen- und Mittelwasserfische geeignet (z. B. Guppys, Neons).
- Granulat: Sinkt langsamer, gut für Fische im Mittel- und Bodenbereich.
- Pellets: Für größere Fische oder Fische, die am Boden fressen (z. B. Welse).
b) Frostfutter
- Artemia, Mückenlarven, Daphnien: Sehr proteinreich, ideal als Zusatzfutter.
- Handhabung: Vor dem Füttern auftauen, überschüssiges Wasser abgießen.
c) Lebendfutter
- Mückenlarven, Tubifex, Artemia-Nauplien: Stimulieren natürliches Jagdverhalten, besonders für Zuchtfische geeignet.
- Sicherheit: Nur aus vertrauenswürdigen Quellen, um Krankheitserreger zu vermeiden.
d) Pflanzliche Nahrung
- Spirulina, Algenblätter: Für Algenfresser wie Ancistrus oder Platys.
- Frisches Gemüse: Gurken, Zucchini oder Erbsen, kurz blanchiert.
3. Fütterung nach Fischgruppe
Fischgruppe
Futterart
Fütterungshäufigkeit
Allesfresser (z. B. Guppy, Mollys)
Flocken, Granulat, Frostfutter
1–2× täglich
Fleischfresser (z. B. Skalare, Barsche)
Frost-/Lebendfutter, gelegentlich Pellets
1× täglich
Pflanzenfresser (z. B. Ancistrus, Platys)
Algenblätter, Gemüse, Spirulina
1–2× täglich
Jungfische
Fein zerkleinertes Trocken- oder Lebendfutter
3–4× täglich
4. Praktische Tipps
- Kleine Portionen: Lieber öfter kleine Mengen geben als einmal zu viel.
- Abwechslung: Kombiniere Trocken- und Lebendfutter, um Mangelernährung zu vermeiden.
- Futterreste entfernen: Sofort nach der Fütterung abfischen, um Nitritanstieg zu vermeiden.
- Fütterungsfreie Tage: Einmal pro Woche eine Pause einlegen, fördert Gesundheit und Verdauung.

Fütterung von Hasen
Eine artgerechte Ernährung ist die Grundlage für gesunde und glückliche Hasen. Der größte Teil der Nahrung sollte aus rohfaserreichem Futter bestehen.
🌾 Heu – das wichtigste Futter
- Rund um die Uhr verfügbar
- Unterstützt die Verdauung
- Sorgt für den natürlichen Zahnabrieb
- Muss sauber, trocken und staubarm sein
🥬 Frischfutter
Täglich verschiedene Sorten anbieten:
Geeignetes Gemüse:
- Karotten
- Fenchel
- Gurke
- Paprika
- Sellerie
Geeignete Kräuter:
- Petersilie
- Dill
- Basilikum
- Löwenzahn
- Spitzwegerich
Blattgemüse:
- Endiviensalat
- Römersalat
- Chicorée
🍎 Obst nur als Leckerli
Aufgrund des Zuckergehalts nur kleine Mengen:
- Apfel
- Birne
- Erdbeeren
- Himbeeren
💧 Wasser
- Immer frisches Wasser bereitstellen
- Täglich mindestens einmal wechseln
- Schwere Keramiknäpfe sind oft besser als Trinkflaschen
🚫 Nicht füttern
- Schokolade
- Süßigkeiten
- Brot und Gebäck
- Chips
- Zwiebeln
- Knoblauch
- Avocado
- Verdorbene Lebensmittel
📅 Beispiel für zwei Hasen pro Tag
Morgens
- Frisches Heu
- Eine Handvoll Kräuter
- Etwas Gemüse
- Frisches Wasser
Abends
- Heu nachfüllen
- Blattgemüse
- Gemüse-Mischung
- Gelegentlich ein kleines Stück Obst
Tipp
Neue Futtersorten immer langsam einführen, damit sich die Verdauung anpassen kann. Heu sollte dabei immer die Hauptnahrung bleiben. 🐰🥕🌿

🐾 Katzen – Die richtige Fütterung
Eine ausgewogene und artgerechte Ernährung ist das Fundament für ein langes, gesundes Katzenleben. Katzen sind von Natur aus Fleischfresser und benötigen hochwertige tierische Proteine, um ihren Energiebedarf zu decken und gesund zu bleiben.
🍗 1. Die Grundlagen der Katzenernährung
Katzen brauchen:
- Tierisches Eiweiß als Hauptbestandteil (z. B. Geflügel, Rind, Lamm oder Fisch)
- Fette als Energiequelle und für ein glänzendes Fell
- Vitamine und Mineralstoffe zur Unterstützung von Stoffwechsel und Immunsystem
- Taurin, eine lebenswichtige Aminosäure, die Katzen nicht selbst herstellen können
🥫 2. Nassfutter oder Trockenfutter?
- Nassfutter ist artgerechter, da es einen hohen Feuchtigkeitsanteil hat (ca. 70–80 %). Es unterstützt die Nieren und hilft, Harnsteinen vorzubeugen.
- Trockenfutter ist praktisch, aber Katzen trinken oft zu wenig. Wenn Trockenfutter gefüttert wird, sollte stets frisches Wasser bereitstehen.
Tipp: Eine Kombination aus beiden Futterarten kann eine gute Lösung sein.
🕒 3. Fütterungszeiten
Katzen fressen lieber mehrmals am Tag kleine Portionen. Zwei bis vier Mahlzeiten täglich sind ideal.
Kätzchen benötigen häufiger Futter, während erwachsene Katzen meist mit zwei Hauptmahlzeiten auskommen.
💧 4. Wasser – das wichtigste „Futter“
Viele Katzen trinken zu wenig. Biete daher immer frisches Wasser an – am besten nicht direkt neben dem Futterplatz. Katzen bevorzugen oft mehrere Wasserstellen oder fließendes Wasser (z. B. Trinkbrunnen).
🚫 5. Was Katzen nicht fressen dürfen
Folgende Lebensmittel sind giftig oder unverträglich für Katzen:
- Zwiebeln, Knoblauch, Schnittlauch
- Schokolade und Kakao
- Alkohol, Kaffee, Tee
- Trauben und Rosinen
- Knochen, besonders gegarte (Gefahr von Splittern!)
🐱 6. Besondere Bedürfnisse
- Seniorenkatzen brauchen leicht verdauliches Futter mit weniger Kalorien.
- Kätzchen benötigen spezielles Kittenfutter mit mehr Energie und Nährstoffen.
- Wohnungskatzen sollten kalorienärmer gefüttert werden, um Übergewicht zu vermeiden.

Hundefütterung
1. Grundprinzipien der Hundefütterung
- Hunde sind Allesfresser, brauchen aber eine proteinreiche Ernährung.
- Die Fütterung sollte alters- und gewichtsgerecht sein.
- Frisches Wasser muss immer verfügbar sein.
- Zu viel Futter führt zu Übergewicht, zu wenig zu Mangelerscheinungen.
2. Altersgerechte Ernährung
- Welpen (0–12 Monate)
- Brauchen viel Energie und Proteine für Wachstum.
- Mehrere kleine Mahlzeiten täglich (3–4 Mal).
- Spezielles Welpenfutter nutzen.
- Erwachsene Hunde (1–7 Jahre)
- 2 Mahlzeiten täglich reichen.
- Ausgewogenes Futter: Proteine, Kohlenhydrate, Vitamine, Mineralstoffe.
- Gewicht regelmäßig kontrollieren.
- Senioren (ab 7 Jahre)
- Weniger Kalorien, leicht verdauliches Futter.
- Zusatz von Gelenkunterstützenden Nährstoffen (z. B. Glucosamin).
3. Art des Futters
- Trockenfutter (Kibble): praktisch, gut für Zähne, lange haltbar.
- Nassfutter: hoher Wassergehalt, geschmacklich attraktiv, geeignet für Hunde mit Zahnproblemen.
- Barf (Biologisch artgerechtes Rohfutter): frisches Fleisch, Gemüse, Innereien. Muss ausgewogen zusammengestellt werden, mit Vitamin- und Mineralstoffergänzung.
4. Portionsgröße
- Abhängig von Alter, Gewicht, Aktivität und Rasse.
- Richtwerte auf Packungen beachten, aber individuell anpassen.
- Übergewicht vermeiden: Taille kontrollieren, Rippen sollten fühlbar sein.
5. Zusätze & Leckerlis
- Gesunde Snacks: Karotten, Äpfel (ohne Kern), spezielle Hundekekse.
- Keine Schokolade, Trauben, Zwiebeln, Knoblauch, Alkohol!
- Leckerlis max. 10 % der Tagesration.
6. Fütterungstipps
- Ruhiger Platz: Hund sollte in Ruhe fressen.
- Nicht füttern bei Krankheit ohne Tierarzt-Rücksprache.
- Futterumstellung langsam über 7–10 Tage, um Verdauungsprobleme zu vermeiden.
- Regelmäßig wiegen und bei Gewichtsschwankungen anpassen.
